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Sonntag, Juni 08, 2008

Fort Victoria / Fort St. Louis im Werler Wald (Wickede)

Unser Weg führte uns (Torsten und mich) kürzlich in die Nähe der Stadt Wickede/Ruhr.
Genauer gesagt zum "Fort Victoria" und "Fort St. Louis" im Werler Wald.

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Es handelt sich hier um eine 1994 verlassene Kaserne, die anfangs von den Kanadiern (1956-1970) und später von den Briten (1970-1994) genutzt wurde.

Während der Nutzung durch die Kanadischen Streitkräfte (1956-1970) war hier auch der Radiosender "CAE - Radio Canadian Army Europe" beheimatet. Es handelte sich hier um den ersten kanadischen Radiosender auf deutschem Boden. Von hier aus wurden auf UKW-Frequenzen bis in das Jahr 1970 hinein Radiosendungen für die kanadischen Truppen ausgestrahlt und waren in einem Umkreis von zum Teil weit mehr als 60km zu empfangen.

Das Gelände beherbergt heute noch immer viele Manschaftsunterkünfte, Sporthalle, Kirchen, Kino, Casino und vieles mehr. Leider sind die Gebäude durch Vandalismus zum Teil stark beschädigt worden. Im Inneren der Gebäude findet man größtenteils nur noch Schutt und zerstörte Überreste der einstigen Nutzer.

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In manchen Räumen der Manschaftsunterkünfte wuchs beinahe eine üppigere Pflanzenwelt, als außen um das Gebäude herum. Die Dächer sind vielfach extrem undicht und so gedeiht auf den zum Teil noch mit Teppich ausgelegten Böden eine große Mischung an Farnen, Mosen und anderen Pflanzen.
Große Augen bekamen wir im Inneren der alten protestantischen Kirche, die total entkernt auf dem Gelände steht. Nicht einmal mehr der hölzerne Fußboden ist vorhanden. Nur sehr wenige kleine Überreste lassen noch erahnen, wie es hier vormals ausgesehen haben muss. Aber selbst hier hat der Vandalismus nicht halt gemacht. Was nicht durch die normale Verwitterung zerstört wurde, wird von Menschenhand kurz und klein geschlagen. Man kann ein solches Verhalten nicht wirklich nachvollziehen; geschweigedenn verstehen.


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Interessant war auch das (noch) Vorhandensein alter Bars. Die Theken und Arbeitsplatten waren vielfach noch vorhanden, es fehlten schlicht die Kühlschränke und eine Spühle mit fließendem Wasser. Dann hätten wir den Betrieb wieder aufnehmen können. ;-)
Die Natur hat sich in den vergangenen 14 Jahren schon viel von dem Gelände zurückgeholt.
Wenn man alte Fotos von 2001/2003 (siehe Linkliste unten) mit dem heutigen Zustand vergleicht, so staunt man schon, wie schnell manche Baumarten wachsen.
Wenn nicht der Mensch, so sorgt allein die Natur dafür, dass hier früher oder später nichts oder nicht mehr viel zu sehen ist.
Lassen wir aber doch bitte der Natur den Vorrang. Grundlose und überflüssige Zerstörung haben auch auf einem verlassenen Gelände nicht verloren!
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Hier nun eine kleine Linkliste mit Informationen zur Geschichte dieses Gebiets:
- Ruhr Memories (dort unter "Werl Forts")

Montag, November 05, 2007

Die Frühschicht nach der Bowlingturnier-Vorrunde

Ein spannendes Wochenende liegt hinter mir.

Am Samstag abend fand die Vorrunde des Bowlingturniers statt, welches ich erstmalig mit ein paar Freunden bestreiten werde. Wir sind zu fünft dort aufgelaufen und wussten, dass nur vier von uns im Finale spielen werden. Somit mussten wir zeitglich unser Team und uns jeweils selbst für das Finale qualifizieren.
Über drei Runden wurden die Punkte zum Gruppenscore aufaddiert. Der Spieler mit der insgesamt niedrigsten Punktzahl wurde dabei gestrichen. Unser Team kam dabei auf insgesamt 1487 Punkte, was einen Durchschnitt von etwa 124 Punkten pro Spiel und Spieler macht.
(Wenn ich da an die bisherigen Bowlingabende denke und die dort geworfenen Punkte mit denen der Vorrunde vergleiche, dann ist klar ersichtlich, dass wir unter Druck doch besser spielen, als wenn nur das Spaß im Vordergrund steht.)
Nun, ich gehe davon aus, dass wir mit dieser Punktzahl im oberen Mittelfeld stehen werden.
Genau wissen wir es dann am 17. November, wenn das Finale mit den zehn besten Manschaften der Vorrunde stattfindet.

Für Sonntag habe ich mich mit Torsten dann früh zum "Tupperdosen-suchen" (auch bekannt als "Geocaching") verabredet.
Torsten war mit einem Treffen um 7Uhr früh nicht so ganz einverstanden, zumal es Sonntag war. Ich bin sonst auch kein Frühaufsteher, aber ich konnte mich und ihn davon überzeugen, dass diese Uhrzeit für zwei besonders einfache Caches die beste ist.
Wir sind also um kurz nach 7Uhr nach Neheim gefahren, um dort den so wunderbaren "McMöhne" und den "St. Johannes Baptist" zu heben. Bei beiden Caches ist es tagsüber eher schwierig diese in Ruhe und ungestört zu heben, da bekanntlich das Restaurant zur goldenen Möwe sehr gut besucht ist und die Kirche direkt neben am Rande der Fußgängerzone steht. Somit war die Zeit zwischen 7:30Uhr und 8:00Uhr für diese Caches genau richtig.
(Aber schon nicht übel, wieviele um diese Zeit an einem Sonntag morgen bei MC-D einkaufen gehen...)

Nach diesem Besuch der Neheimer Innenstadt sind wir nach "Alt-Arnsberg" gefahren und haben uns dort noch etwas ausgetobt. Schön war der "Alte Burg Arnsberg", der uns zu einer Kirche und einer Burgruine im Arnsberger Wald führte. Dort konnten wir auch endlich wieder unseren Travelbug "Supersport" ablegen, damit dieser weiter die große weite Welt entdecken kann. Dieser kam vormals aus den USA und hat seinen Weg über Skandinavien ins Sauerland gefunden.

Als Höhepunkt habe wir uns den ersten Teil von "Under the bridge" vorgenommen.
Es handelt sich dabei um Caches, die allesamt unter Brücken zu finden sind. Im ersten Teil ging es um eine Eisenbahnbrücke zwischen Uentrop und Arnsberg. Der Weg dorthin war durch den vorangegangenen Regen schon sehr aufgeweicht und matschig. Schuhe und Hose sahen entsprechend aus. Torsten sagte nach einigen hundert Metern, dass wir uns kurz vor dem Cache befinden würden. Uns würde schlicht dieser kleine Fluß (die Ruhr) von unserem Ziel trennen. Mir fiel so schnell keine Möglichkeit ein, wo und wie man nun diesen ca. 7-8m breiten Fluß trockenen Fußes überqueren könnte. Aber wie der Zufall so will, kam eine Spaziergängering vorbei und diese hatte den gleichen Wunsch, wenngleich auch mit einem anderen Ziel. Wir folgten ihr und fanden so den Weg über den Fluß. Dank an die unbekannte Dame für den Hinweis! :-)

Um 12:30Uhr ging es dann nach insgesamt sechs neuen und insgesamt 44 gefundenen Caches zurück nach Hause.

Ein guter Schnitt, wie wir meinen.

So sieht's akuell aus:



Montag, Oktober 29, 2007

Spontan los und Goldmedaille einsacken

Freitag abend - etwa 20:00 Uhr.
Während ich mich auf dem Sofa sitzend in Ruhe auf das Wochenende vorbereite klingelt das Telefon. Obercachemeister Torsten ist dran. Eigentlich war es geplant, die Aktivitäten fürs Wochenende abzusprechen. Aber nein... Torsten war irgendwie nervös, unruhig und nicht ganz bei der Sache. Was redet der da? Ein neuer Cache? Wo? Zwischen Meschede und Eversberg? Aha. Noch keine Logs vorhanden? Erst heute publiziert worden und bislang von niemandem entdeckt worden. Aber... es ist 20:00Uhr. Die Sonne hat ihre Arbeit längst eingestellt. Aber - Vollmond. Eine gute Gelegenheit einen FTF (First To Find, Logbucheintrag des Erstfinders eines Geocaches) zu loggen. Abgemacht. Wir heben das Teil.
Kaum 20 Minuten hole ich Torsten ab und wir fahren zum Startpunkt (=>Google Maps). Die Taschenlampen hätten wir uns fast schenken können, denn durch den Vollmond war es extrem hell. Nach ca. 2 Stunden nächtlichem Wandeln waren wir wieder zurück am Auto und konnten unseren ersten FTF verzeichnen. Ein guten Gefühl!
Details zum Fundort will ich hier nicht ausführen. Wäre sonst ja auch für andere Cacher langweilig.
So endete der Freitag mit einem kleinen Erfolgserlebnis. Ein würdiges Ende für eine arbeitsreiche Woche.

Während unseres nächtlichen Ausgang besprachen wir den folgenden Samstag. Was liegt an?
Nun, der Herbst zeigt sich ja nun doch von seiner goldenen Seite.
Etwas kühl, aber dafür trocken und farbenprächtig.
Also genau das richtige, um mal wieder durch die Wälder zuziehen.
Torsten, Jan und ich bereiteten uns für einen kleinen Gang durch die Wälder in Arnsberg vor.
Kinderwagen, Rucksack, Essen, Trinken.... alles dabei - also los geht's!
Wir wagten uns an einen ca. 3km Multicache namens "Eichholz" mit insgesamt acht Stationen.
Start war unweit der Hellefelder Strasse in Arnsberg. Es ging dann einige Zeit über asphaltierte Wege und später über einen gut befestigten Wanderweg.
Ab dem vierten Wegpunkt ging es dann direkt in den Wald über zum Teil unwegsamen Gelände.
Für Kinderwagen ungeeignet - So stand es in der Cachebeschreibung.
Naja, wir können es ja mal versuchen. Und das haben wir.
Jan holperte ganz ordentlich in seinem Kinderwagen umher, aber wir haben es geschafft.
Unterwegs trafen wir noch auf die Wegpunkte. Theo und Cilly. Während wir den Waldboden an Station 6 umgruben stießen die zwei zu uns und halfen bei der Suche. Bis zum Cache gingen wir dann zu fünft durch den Wald und fanden später auch gemeinsam den Cache.
Nur 45 Minuten zuvor wurde dieser bereits gefunden. Es war also viel Los an diesem Samstag. Das Log im Internet belegt, dass wir an dem Samstag in bester Gesellschaft waren.
Ein erfolgreicher Tag in einer schönen herbstlichen Umgebung.

Dienstag, Oktober 23, 2007

Geocaching - der erste eigene Cache!

Genau 26 Caches fielen uns bereits zum Opfer. 26 Stück innerhalb 31 Tage.
Ein nicht wirklich schlechter Schnitt, oder?
Naja, Torsten hat bei seinem Köln-Besuch allein drei Caches an einem Tag gehoben.
Außerdem zählen wir unsere gefundenen Caches in ein Konto zusammen. Aber gut. Warum nicht? Gemeinsam geht's eh besser und daher fassen wir auch unsere Erfolge gerne zusammen.

Nun, nach also 26 gefundenen Caches waren wir der Meinung, dass auch gerne mal ein eigener Cache an der Reihe wäre.
Ich habe somit seit Jahren das erste mal wieder gebastelt und ein Behältnis in Form einer Vitamintablettendose vorbereitet. Ein Log in Excel erstellt, einen Bleistift eines schwedischen Möbelhauses beigelegt und die Dose passend beschriftet.
Der Ort für den Cache lag in meinem Kopf schon in etwa fest. Bremke Weg. (=>Google Maps) - So sollte er heißen. Ein schöner Wanderweg durch den Arnsberger Wald hier in Freienohl.
So bin ich am Sonntag gegen Mittag einfach mal losgezogen und habe an der erdachten Stelle nach einem geeigneten Versteck gesucht. Dies war nach einiger Zeit auch gefunden und der Cache passte auch hervorragend hierher.
Es war also passiert. Der erste eigene Cache wartet von nun an auf die suchende Meute.
Wann wird sie eintreffen. Werden sie fündig? Ich war schon sehr gespannt.

Am Sonntag abend habe ich den Cache auf http://www.geocaching.com/ publik gemacht. Nach dem Ausfüllen des Online-Formulars muss der Cache durch einen "Offiziellen" geprüft und freigegeben werden. Dies geschah am nächsten Tag gegen 10Uhr vormittags. (Link zum Cache bei geocaching.com)
Ich habe ja nun mit vielem gerechnet, aber was ich später im Cache-Log las, verschlug mir glatt die Sprache. Nach der Freigabe des Caches waren genau 4 (in Worten: vier) Stunden vergangen, bis der erste Fund protokolliert wurde! Damit habe ich nicht gerechnet. Es scheint ja so, als habe man genau auf diesen Moment gewartet.
Bislang können wir nach acht Tagen fünf erfolgreiche Funde verzeichnen. Kein schlechter Schnitt, wie ich meine. Dabei ist der Cache noch nicht einmal wirklich etwas besonderes. (Die besonderen Dinge heben wir uns für später auf!)

Nun, wir arbeiten zur Zeit an der Realisierung eines Nightcaches. Wir müssen aber feststellen, dass dies nicht wirklich mal eben so gemacht ist. Die erste Begehung der möglichen Route am heutigen Abend stellte sich als Reinfall heraus. Kyrill hat ganze Arbeit geleistet und den geplanten Weg in einen Mikadohaufen verwandelt. Und wegen der verstärkten Waldarbeiten sind die Wege ziemlich matschig und zum Teil unbegehbar.
Wir suchen also nach einer Alternativen. Aber es hetzt uns ja keiner. Wir suchen weiter und früher oder später wird es soweit sein.

Wir werden sehen......

Montag, Oktober 08, 2007

Geocaching - es geht weiter

In der vergangenen Woche hat sich eine Menge getan. Darunter viele Erstlingswerke, wie unseren ersten wirklichen Multicache und unseren ersten Nachtcache.

Das vergangene kleine 10er Jubiläum ist schon fast wieder vergessen. Wir stehen nämlich bereits kurz vor der 20.

Was war geschehen....

Dienstag, 2.10.2007
Ein Cache kurz nach Feierabend. Ich bin von der Firma aus direkt mal in die nächste Umgebung gefahren und hob den "Lebenswertes Ruhrtal"-Cache. Ein kleiner Micro in einer Filmdose. Es war fast ein Drive-In-Cache, denn er war nur ca. 500m vom Parkplatz entfernt.
Kurz und schmerzlos.

Mittwoch, 3.10.2007
Torsten fährt mit dem Rad nach Eversberg und hebt kurz und schmerzlos "ADAM LAUT".
Ein Cache, der uns Tage zuvor beinahe zur Verzweifelung trieb. Aber Torsten beherscht die große Kunst des "Um-die-Ecke-Denkens" und so war er in der Lage, den Cache dort zu finden, wo er vergraben war und nicht dort, wohin die Koordinaten verwiesen.
Ich war derweil mit Frau und Kindern in Wenholthausen unterwegs. Dort wollten wir eine Runde "Mensch ärgere Dich nicht" spielen. Vom Parkplatz aus ging es ca 1km einen schönen Weg entlang, bis wir auf zwei Tretbecken, Schaukeln und ein übergroßes "Mensch ärgere Dich nicht" trafen. Jan hatte dort direkt ersteinmal zu tun und stellte sich die Spielfiguren auf. Der Würfel diente ihm nicht zum Würfeln, sondern zum Kegeln. Die Figuren fielen reihenweise um und Jan hatte seinen Spaß.

GCV774 - MÄDN - Wenholthausen - 2007-10-03 16-04-39


Alex und ich suchten in der Zeit nach dem Cache. Gut, dass wir lange Hosen anhatten. Denn von den ganzen Brennesseln hätte man locker 20l Suppe machen können.
Alex fand den Cache und wollte direkt das Log ausfüllen. Leider war der Cache nicht richtig verschlossen worden und das Log war ziemlich nass geworden. Wir verpackten ihn wieder gut und zogen weiter.

GCV774 - MÄDN - Wenholthausen - 2007-10-03 16-01-28


Später an diesem Tag wollten wir noch den Cache "Unter Dampf" in Eslohe heben.
Wir waren schon vor Ort und in der Nähe, allerdings schlug das Wetter um und wir mussten die Siche abbrechen. Aber... wir kommen wieder!

Donnerstag, 4.10.2007
Torsten und ich verabredeten uns für den späten Nachmittag, um unseren ersten echten Multicache zu heben. Sein Name ist "Hennesee I" und dieser zog uns für etwa 3 Stunden in seinen Bann. Dieser Cache bestand aus acht Stationen an denen Werte ermittelt werden mussten. Diese Werte mussten zur Berechnung der Koordinaten für die nächsten Stationen und schließlich für den eigentlichen Cache herangezogen werden. Der Weg führte und vom Hennesee-Hotel über den Hennedamm in den Wald am Köpperkopf. Der Sturm Kyrill hat schon einiges an Schäden hinterlassen. Zwei Stationen waren sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber Torsten konnte, dank seines Schuhwerks, diese Stationen dennoch besuchen und die notwendigen Werte ermitteln. Mitten im Wald trafen wir schließlich auf die Koordinaten des Caches und konnten ihn nach wenigen Minuten heben. Im Cache war, ebenfalls eine Premiere für uns, ein Travelbug (Frosch) hinterlegt. Diesen nahmen wir an uns und nach dem Eintrag ins Logbuch wanderten wir die Strecke wieder zurück zum Parkplatz.

GCRB2F - Hennesee I - 2007-10-04 17-23-06


Freitag, 5.10.2007
Heute sollte für mich kein Cache auf dem Plan stehen. Wir wollen es ja nicht übetreiben.
Aber Torsten konnte es nicht auf dem Sofa halten und so fuhr er mit dem Rad nach Oeventrop zu einem ganz speziellen Cache, dem "Oeventroper Baumklettercache". Der Name war Programm. Der Cache liegt in einer Astgabel in einer Höhe von etwa 7m. Bis zur Astgabel ist der Baumstamm quasi blank. Kein Ast, nichts. Wie kommt man also dort hinauf? Torsten stieß bei der Suche auf Stefan, der sich dem Geocaching ebenso verschrieben hat. Gemeinsam waren sie in der Lage den Baum hinauf zu steigen und den Cache zu bergen. Ich habe mir den Baum am Wochenende angesehen. Nein, ich werde den Cache schön dort liegen lassen. Bis ich da oben bin, ist es wieder Sommer..... ;-)

Samstag, 6.10.2007
Der heutige Tag war terminlich sehr gut bestückt. Morgens im Garten, Nachmittags im Wald.
Ich traf mich mit Torsten um 16Uhr um zum "4. Hochsauerland Herbstevent" nach Oventrop zu fahren. Für uns das erste Treffen mit anderen Geocachern aus der Region. Auf dem Weg dorthin wollten wir aber noch einen Cache im Gewerbegebiet "Im Langel" in Freienohl heben. Allerdings waren deratig viele Wanderer und Radfahrer unterwegs, so dass sich die Suche sehr verzögerte und wir zunächst einmal abbrachen. Später wird die Zeit kommen, dass uns niemand stören wird. Wir fuhren dann direkt nach Oeventrop und wählten zum warm werden einen kleinen Multicache ("Oeventroper Gedenken"), der uns einmal quer durch den Ort führen sollte. Nach einigen Schwierigkeiten mit den ermittelten Zahlenwerten konnten wir etwas verspätet doch noch den Cache finden. (Was "Arkaden" sind, wissen wir nun auch! - Nein, es sind keine Bäume!!)
Nach diesem Cache war es Zeit zum Aufbruch, denn es sollte noch eine kleine 2stündige Bowlingpartie auf dem Plan stehen. Wir kamen pünktlich an und warfen 120 Minuten lang einen Mist zusammen, dass wir uns selber gewundert haben, ob wir das baldige Bowlingturnier überhaupt bestreiten sollten.
Nach dem Bowling ging es zurück nach Oeventrop. Ein Nachtcache stand auf dem Programm, aber zunächst mussten wir unsere übergroßen Hunger stillen und so futterten wir die Reste vom Grill. Mit dieser geballten Stärkung (je zwei Würstchen im eigenen Darm) im Magen fuhren wir nach Rumbeck, um dort das "Rumbecker Glühwürmchen" zu finden. Wir hatten alles dabei. Taschenlampen, warme Jacken, Handschuhe, gutes Schuhwerk und natürlich unsere Garmins.
Gleich die erste Station dieses Multicaches trieb uns beinahe in den Wahnsinn. Wir suchten erstmal in der falschen Gegend nach dem ersten Hinweis. Einige Leute schauten schon verwirrt aus den Fenstern und wunderten sich sicher, warum diese zwei Verrückten ständig das Haus mit ihren Taschenlampen lichttechnisch durchfluteten. Irgendwann haben selbst wir dann bemerkt, dass wir doch irgendwie falsch waren und so suchten wir weiter und konnten dann doch endlich die erste Station finden.
Der weitere Weg führte uns dann in den nahegelegenen Wald in die Nähe der Vogelstange von Rumbeck. Dort suchten wir uns mehr oder weniger einen Wolf und wollten schon fast abbrechen, als wir absolut zufällig auf den richtigen Weg stießen. Es war nur eine Vermutung, aber diese bestätigte sich und so liefen wir direkte den Glühwürmchen hinterher zum Cache. Das, natürlich nicht ohne an den absolut falschen Stellen minutenlang wie verrückt herumzusuchen.
Als wir den Cache dann endlich hatten, war es schon 0:42 Uhr. Und ja, wir waren um ca. 22:15Uhr gestartet und uns wurde bei Abfahrt gesagt, dass die Runde etwa 1 Stunde dauern würde. Ok, es waren etwa 1 Stunde und 150 Minuten. War doch ok, oder?!
Im Cache fanden wir einen neuen Travelbug. Diesen tauschten wir gegen unseren "Frosch" aus und zogen dann zurück zum Auto.
Was für eine Nacht. Der erste Nachtcache. Nicht ganz in der geplanten Zeit, aber immerhin gefunden. Wir sind auch schließlich noch in der Lernphase. Und manche Fehler macht man halt nur ein oder zweimal im Leben. Wir lernen dazu. Versprochen!

Sonntag, 7.10.2007
Heute nichts unternommen. Pause. Aber wann geht's weiter? Wir werden es erleben.
In diesem Sinne.... Happy hunting!

Freitag, Juli 21, 2006

TomTom führt mich in den tiefen dunklen Wald...

Ich habe mir vor etlichen Wochen ein mobiles TomTom-Navi gegönnt und hatte bislang auch nur gute Erfahrungen machen können.

Nun wollte ich aber mal etwas experimentieren und habe dem Gerät mitgeteilt, dass es mich doch bitte auf dem kürzesten Weg zum Ziel bringen möge.
Vergleichsmöglichkeiten zwischen kürzester und schnellster Wegführung habe ich bislang nur durch Programme wir Map'n'Guide oder MS AutoRoute. Daher war ich in diesem Real-Life-Test schon gespannt, woher man so fährt, wenn das Navi die alleinige Kontrolle über mein Tun hat.

Was mir schon nach wenigen Kilometern auffiel war, dass das Gerät wirklich eine andere Strecke wählt, wenn man dabei auch nur 3m einpsaren kann.
Wir haben hier eine Autobahn, die annähernd parallel zu einer Hauptverkehrsstrasse führt. Das Navi führte mich quer durch die Stadt über eben jene Hauptstrasse, die mit ca. sieben Ampelanlagen bespickt ist. Gespart habe ich wenige Meter, dafür aber viel Zeit investiert, da viele Ampeln auf Rot standen.

Die nächste Auffahrt sollte ich dann aber dennoch nehmen, um meinem Ziel näher zu kommen.
Dann wieder von der Autobahn ab und durch einen Ort, den ich sehr gut kenne, da ich dort auch wohne. :)
Anstatt der gut ausgebauten Hauptstrasse zu folgen, schickt mich das Navi kreuz und quer durch die Straßen der Wohngebiete, wo ich mich im ZickZack-Kurs einer schmalen Straße nähere, die mit einem Schild versehen ist. "Anlieger frei". - Danke! Also bin ich wieder umgekehrt und habe die Hauptstrasse genommen und musste das vielfache "Drehen Sie nach möglichkeit um!" ignorieren.

Ok, es wäre sicher die kürzeste Strecke gewesen, aber hat man da nicht noch eine gewisse Optimierung eingebaut, die das Fahren durch enge Wohngebiete verhindert? Und dann steht man noch vor einem Verbotsschild.

Aber der absolute Hammer kam dann noch.
Ich fahre also weiter über mir bekannte teilwese sehr schlechte Landstrassen und wede plötzlich gebeten rechts abzubiegen.
Hmm, dachte ich. Hier soll es lang gehen? Da ist doch nichts außer Wald.
Ich bin also brav abgebogen und habe auch nach Verbotsschildern (Nur Land- und Forstbetrieb usw.) gesucht, aber nichts gefunden.
Was dann kam, war der absolute Kracher.
Das System führte mich quer durch eine 3km lange Waldstrecke.

Der Weg zeigte aber keinerlei Verbotsschilder, so dass ich mich mutig in mein Bush-Abenteuer stürzte.


Was habe ich wirklich an Strecke gespart. Nur auf diesen Abschnitt bezogen.
Es sind einige hunder Meter. Ja klar, die habe ich in der Tat gespart.
Dafür war ein Fahren schneller als 15km/h nicht ansatzweise möglich und teilweise musste man bedingt durch den dichten Bewuchs zwischen der beiden Fahrrinnen sehr aufpassen.

Bei den Navi-Herstellern habe ich mal gelesen, dass deren Mitarbeiter sämtliche Strecken innerhalb von drei Jahren einmal abfahren, um das System ständig aktuell zu halten. Autobahnen werden wohl jährlich geprüft. Land- und Bundesstrassen je nach Priorität alle zwei Jahre und alle anderen Klein(st)strassen werden spätestens alle drei Jahre einmal abgefahren. Wer aber will mir erzählen, dass ein Mitarbeiter von TomTom mit seinem Messwagen quer durch diesen Wald fährt, um dessen Wegführung nachzumessen? Von allein fährt da doch niemand lang.

Ich werde die Option "Kürzeste Wegstrecke" sicher so schnell nicht wieder nutzen. Wer weiß wo man da ankommt, wenn man sich absolut nicht auskennt.

Aber so lernt man seine Heimat auch mal intensiver kennen.
In diesem Sinne...

Schönes Wochenende!