Montag, Januar 14, 2008

Nachts in Lippstadt...

Und schon war es mal wieder Freitag. Das Wochenende steht direkt vor der Tür und der Plan, die Nacht von Freitag auf Samstag in Lippstadt zu verbringen.
Wir haben uns an dem Abend für 19:30Uhr verabredet und die Pläne für die Nacht abgeglichen.
Eine Fahrt nach Lippstadt stand an und Torsten hatte bereits alle notwendigen Informationen mitgebracht.
Zwei Nachtcaches und eine handvoll Standard-Caches sollten es sein.
Auf dem Weg nach Lippstadt fuhren wir durch Belecke und da fiel mir ein, dass es dort einen neuen Cache namens "Hütchenspiel" gibt. Dieser soll 30 kleine Behältnisse beinhalten, worin in einem der Cache liegen soll. Wir konnten uns darunter nichts vorstellen und waren daher umso neugieriger. Aber... ein Blick in die mitgenommenen Unterlagen verrät uns, dass wir genau diesen Cache nicht mit ausgedruckt hatten. Was konnten wir also tun, um diesen Cache doch noch zumindest später auf dem Rückweg zu finden?
Ich entschied mich Alexandra zuhause anzurufen und ihr zu erklären, wie man an die Koordinaten des Caches kommt. Torsten verfügt zum Glück über einen Mobilfunktarif, der kostenlos in das Festnetz telefonieren lässt.
Nach einigen Minuten war der Fall geklärt und Alexandra konnte mir die Koordinaten mitteilen.
In Lippstadt angekommen haben wir uns zuerst über den neuen "Die dunkle Seite der B55" hergemacht. Dieser führt über eine Reflektorstrecke zum Teil parallel zur B55 in einen Wald. Auf dem Weg zum Cache trafen wir auf "Opa Theo", der zusammen mit "Ping" ebenfalls auf der Suche war. Zusammen konnten wir die Tupperdose nach wenigen Minuten finden.

Danach ging es zum "Gruselnacht"-Cache. Dieser führte uns um 22:30Uhr über eine Privatgelände zum Cache-Versteck, welches auch recht schnell gefunden werden konnte. Die Idee zu diesem Cache ist recht gut, allerdings ist der Weg über das Privatgelände etwas grenzwertig.

Im Anschluss waren wir noch im Zentrum von Lippstadt und besuchten die Stiftsruine. Und da merkten wir wieder, dass man doch relativ nah an Lippstadt wohnt und auch schon häufiger dort war, aber so besondere Bauwerke nicht wirklich kennt. Ich denke ich werde bei Tage noch einmal dorthin fahren, um mir die Ruine genauer anzusehen. In der Nacht sah sie ja schon sehr imposant aus.

Bevor uns der Weg zurück nach Hause führte, fuhren wir noch kurz in Lipperode vorbei und besuchten die "Zeugen der Vergangenheit". Ein Cache in der Nähe eines jüdischen Friedhofes, der uns um 23:58Uhr an die beginnende Geisterstunde denken lies.

Nach dieser Lippstädter-Runde sind wir wieder zurück gefahren, aber natürlich nicht, ohne das "Hütchenspiel " besucht zu haben. Dieser Cache liegt am Rande des neuen Gewerbegebietes nördlich von Belecke. Wir freuten uns schon auf den Kontakt mit eventuell vorhandener Security, aber wir konnten niemanden sehen. So liefen wir in Ruhe in Richtung der Cache-Koordinaten und fanden das Hütchenspiel. Dieser Cache bekommt eine glatte 10 für kreatives Arbeiten. Eine solche Umsetzung hätte ich mir im Traum nicht einfallen lassen. Meine großen Respekt an den Erbauer. Hier hat man sich wirklich Mühe und Arbeit gemacht, um etwas ganz besonderes zu errichten. Dieser Cache ist daher ein Muss für alle, die mal durch diese Gegend kommen.

Als wir wieder aus dem Gewerbegebiet in Richtung Belecke fuhren, kamen uns zwei Streifenwagen entgegen. Ob die nun wegen uns um diese nächtliche Zeit (ca. 1Uhr) so zügig den Berg hinauf fuhren, können wir nicht sagen. Wir wollte es auch garnicht so genau wissen. :)

Zurück in Meschede führte mich Torsten noch schnell zu zwei weiteren Caches, die er schon vor einigen Tagen abgeerntet hatte. Somit konnte ich die Nacht mit 7 gefundenen Caches um ca. 1:45Uhr beenden und bin um Punkt 2Uhr ins Bett gefallen.

Es war eine angenehme Nacht bei ungeahnt warmen Temperaturen. Zwischen 22Uhr und 0Uhr stieg die Temperatur allein um 2°C auf 13°C. Und das Mitte Januar. Die dicke Jacke zusammen mit dem Schal waren schnell zu warm und so blieb zumindest der Schal die meiste Zeit im Auto.

Bald geht es weiter...

Meine Statistik:

Wer suchet der findet...

Montag, Januar 07, 2008

Willkommen in 2008!

Mensch... da sind wir also angekommen. 2008.
Das letzte Jahr hat ja dann doch nicht so ordentlich geendet, wie ich mir das vorgestellt habe.
Erst eine nette Magen-Darm-Infektion nach allen Regln der Kunst und genau eine Woche später, ausgerechnet am 23.12. beginnend, eine dicke Grippe mit allem was dazu gehört.
Das alles mit dem Ergebnis, dass ich Weihnachten komplett im Bett verbrachte und nur einmal kurz das Haus verließ, um am ersten Weihnachtsfeiertag den ärztlichen Notdienst aufzusuchen. Man darf da nicht meinen, dass man sofort behandelt wird, denn allein ist man auch während der Weihnachtsfeiertage nicht. Eine ganze Stunde mussten wir warten, bis der Arzt mich direkt wieder ans Bett verwies. Dazu noch ein Rezept mit einem starken Antibiotika und Schmerztabletten.

Naja, heute ist das Jahr schon wieder eine Woche alt. Bleiben also noch 51 weitere.
Ich lasse es mal auf mich zukommen. Es wird spannend, das ist mal klar.

Man liest sich....

Freitag, Dezember 21, 2007

Das wars dann für dieses Jahr....

Noch etwas mehr als eine Woche, dann ist das Jahr 2007 schon wieder Vergangenheit.

Was fällt mir zu den vergangenen 12 Monaten ein?

- Eric joined the family
- Ein neues Hobby (Geocaching)
- Kurzer Sommer (April), langer Herbst (der Rest)
- Letzte Prüfung für MCSA erfolgreich absolviert. (MCSA? --> Frag Wiki!)
- uvm.

Was fiel mir noch auf?
Das Arbeitsleben ist stressiger geworden, als in den vergangenen Jahren. Es gab mehr größere Projekte auf weniger Schultern. Kleinere Projekte wurden zum Teil garnicht angegangen.
Na, vielleicht wird 2008 ja etwas ruhiger und nicht so bepackt mit Neueinführungen.

Mal sehen, wie es am 2.1.2008 weiter geht.

Allen Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für 2008.

Lasst es krachen!

Axel

Dienstag, Dezember 11, 2007

Geocacher werden bei Bombenalarm alarmiert

Zufällig stieß ich heute auf einen Bericht der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" vom 14.11.2007. [siehe hier]

Dort wird über das Hobby "Geocaching" berichtet.
Von den fragwürdigen Bildunterschriften der Bilderreiehe mal abgesehen ("Wir haben uns irgendwie mehr davon versprochen...") findet sich dieser Textblock am Ende des Berichts:

Zitat:
"[...] Nicht zum Lachen zumute war dagegen Polizeibeamten in London, als sie von zwei sich verdächtig verhaltenden Geocachern über das verbreitete Hobby aufgeklärt wurden. Dem erschreckenden Gedanken, dass die Stadt voll mit dubiosen Behältern ist, ließen die Londoner Beamten schnell Taten folgen: Inzwischen stehen die dortigen Geocacher im ständigen Kontakt mit der Polizei. Bei einem Bombenalarm können sie sich zuerst vergewissern, ob es sich nicht vielleicht einfach nur um eine versteckte Tupperdose handelt."


Bedeutet das, dass bei Bombenalarm zunächst ein Geocacher gerufen wird, der die Koordinaten prüft und einen eventuell in der Nähe befindlichen Multi-Cache löst, um sicher zu sein, dass der Final nicht die vermeintliche Bombe ist? Und wenn er den "Cache-Behälter" öffnet, zündet er damit die echte Bombe? Schon merkwürdig diese Briten.

Nachtschicht im Neheimer und Iserlohner Wald

Es ist Sonntag. Das Regenradar im Internet zeigt abends um 18Uhr keine Niederschläge an. Der Wind kommt aus westlicher Richtung. Auch aus dieser Richtung ist keine Regenfront zu erkennen.
In zwei Stunden soll es losgehen. Torsten bestätigte noch kurz telefonnisch den Termin und ich packe daraufhin mein Zeug zusammen. Taschenlampe, GPS, Stiefel, Jacke, Handschuhe, Handy und und und...
Es geht mal wieder zur nächtlichen Zeit in das deutsche Unterholz.
Torsten und ich haben uns auf zwei Nachtcaches verständigt.
Der erste liegt in Neheim und nennt sich "Lost Football Places".
Wir parken an den angegebenen Koordinaten und gehen los. Ein Dreieckskurs von ca. 3km Länge führt uns durch die Neheimer Wälder über zwei mehr oder weniger verlassene Fußballplätze. Den Cache finden wir nach einiger Sucherei am Fuße eines Baumes.
Danach geht's direkt wieder zurück zum Parkplatz.
Dieser Cache diente uns eigentlich nur zum Aufwärmen, denn als kleinen Höhepunkt haben wir uns einen Nachtcache hinter Menden ausgesucht, der schon von anderen für seine sehr gute Qualität gelobt wurde.

Der Weg führte uns also kurz hinter Menden nach Iserlohn-Sümmern. Der "Gax Night Buzzer" stand auf dem Programm.
Hier sollte es eine etwa 3 stündige Runde durch die nähere Umgebung werden.
Wir kamen um ca. 23:30Uhr am Parkplatz eines Sportplatzes an. Das Wetter war weiterhin trocken und so schnallten wir uns den Rucksack um und zogen den Kragen der Jacke hoch ins Gesicht. Das Gebiet war rundherum sehr offen und so pfiff uns ein recht kalter Wind um die Ohren.
Der Cache-Verlauf führte uns zunächst durch ein Wohngebiet, wo uns ein älterer Anwohner argwöhnisch beobachtete. Erst ging er an uns vorbei. Dann drehte es sich alle 2m nach uns um, während wir an einer der ersten Stationen standen und Koordinaten berechneten. Für ihn sah das sicher aus, wie zwei Gestalten, die sich absprachen, in welches Haus als nächstes eingebrochen werden soll. Unser Ziel war aber ein ganz anderes.
Es begann kurz nach dem Wohngebiet zu regnen. Noch vor wenigen Minuten konnte man die Sterne am Himmel sehen. Nun war es total bedeckt. Zum Glück gelangten wir über diverse Reflektorstrecken in den nahegelegenen Wald, wo der Regen kaum noch störend auffiel. In diesem Wald galt es einen Bach zu überwinden, was nicht wirklich einfach war, weil der Regen der letzten Tage für einen breiteren Bachlauf gesorgt hat.
Später ging es weiter über befestigte Wege außerhalb des Waldes, wo uns ein Auto auffiel, welches auf einer parallel verlaufenden Strasse auffällig langsam fuhr. Immer wieder stoppte der Fahrer und schaltete auch die Scheinwerfer aus. Er blieb dabei allerdings auf dem Bremspedal stehen, wodurch das Auto weiterhin auffällig sichtbar blieb. Wir zogen unseren Weg unbeirrt weiter und lösten Aufgabe nach Aufgabe. Wenig später bemerkten wir, dass uns unserer Beobachter mit dem Auto folgte. Wir bogen an einer Wegkreuzung rechts ab und er bliebt hinter uns an der Kreuzung stehen und schaute uns nach. Er entschied sich dann doch für die andere Richtung und entfernte sich schließlich. Wir hatten somit wieder unsere Ruhe und konnten uns auf die eigentlichen Aufgaben dieser Nacht konzentrieren.
Wenig später kamen mir am Ziel an. Die Koordinaten des Cache-Behälters lagen direkt vor uns. Entfernung ca. 40 Meter. Aber... Wir blickten in die Richtung des Caches und sahen nur ein dichtes Durcheinander aus Bäumen und Büschen. Der Waldboden war extrem aufgeweicht - teilweise mit stehendem Wasser, was so eher der Mecklenburgischen Seenplatte, als einem üblichen Waldboden glich. Vor einiger Zeit müssen dort auch größere Waldarbeiten stattgefunden haben. Erdhügel und tiefe Furchen waren zu sehen. Wo soll hier der Cache liegen? Es gab keinen Weg durch den Wald - nur querfeldein. Nun gut, watt mutt datt mutt.
Wir sind also querfeldein in den Wald gestiefelt. Den Blick fest auf den Waldboden, damit wir nicht im Matsch versinken. Nach etlichen Minuten rief Torsten endlich, dass er den in der Cache-Beschreibung beschriebenen Reflektor gefunde hatte. Dieser sollte in der Nähe des Cache-Behälters sein. Auf das GPS konnten wir uns schon lange nicht mehr verlassen. Bei den so dicht stehenden Bäumen war das Signal der Satelliten nur noch sehr schwach und eine genaue Positionsbestimmung nicht mehr möglich.
Nun waren wir also in direkter Nähe und mussten nur noch den Behälter finden.
Leichter gesagt als getan. Der Wald glich einem Kriegsgebiet. Jeder zweite Baum lag schräg auf dem anderen. Viele lagen komplett am Boden, der auch hier extrem feucht und matschig war. Das Suchen war sehr schwierig und zog sich stark in die Länge. Später fanden wir noch einige Steine, die aus keiner natürlichen Quelle stammen konnten und zudem auffällig geordnet auf dem Waldboden lagen. Aber auch das half nichts. Es war nun schon 2:30Uhr und wir entschieden uns zur Aufgabe. Eine Entscheidung, die uns natürlich nicht leicht fiel. Schließlich liegt das Gebiet nicht direkt vor unserer Haustür.

Wir werden hier also noch einmal vorbeischauen müssen, um diesen Punkt auf der Karte streichen zu können.

Momentan trocknen Jacke, Hose und Stiefel vor der Heizung. Wenn sie wieder trocken sind, geht's weiter...........